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So kam es zum BVZF

Warum hat JobRad die Initiative für den Bundesverband Zukunft Fahrrad gestartet? Politische Interessensvertretung gehört zum Thema Dienstradleasing, wie Pedale an ein Fahrrad – ohne kommt man nicht voran. 2012 hat ein breites Bündnis aus Verbänden auf Initiative von Ulrich Prediger und Holger Tumat dafür gesorgt, dass Fahrräder wie Firmenwagen mit der so genannten 1%-Regel geleast werden können. Diese Lobby-Initiative hat den boomenden Leasingmarkt überhaupt erst möglich gemacht. Inzwischen ist Dienstrad-Leasing ein entscheidender Wachstumsmotor der Fahrradwirtschaft. Schon heute sorgt es für etwa zehn Prozent des Umsatzes im deutschen Fahrradhandel und das mit nur etwa drei Prozent der verkauften Stückzahlen. Im Kfz-Bereich werden rund zwei Drittel der Neufahrzeuge geleast – das verdeutlicht, welche Wachstumschancen das Leasing für die gesamte Fahrradwirtschaft bietet.

Für die Erfolgsstory des Dienstradleasings war politische Interessensvertretung auch nach 2012 immer wieder nötig. Zwei Beispiele:

1. Der Umgang mit dem, ohne Beteiligung der Branche, neu festgelegten Restwert von Leasingrädern (40% statt zuvor 10%) wurde in einem spontanen Zusammenschluss der Leasingunternehmen unter dem Dach des ADFC so gelöst, dass das Modell nicht im Keim erstickt wurde. Ohne die gemeinsam vorgestellte Lösung, wäre das Modell nicht mehr wirtschaftlich gewesen.

2. Die Bundesregierung fördert E-Autos und Hybride, in dem sie die 1%-Regel auf 0,5% reduziert (Halbierung der Besteuerung des geldwerten Vorteils für die private Nutzung). Zunächst waren Fahrräder von dieser Begünstigung ausgeschlossen. Nach vielen Dutzenden Gesprächen ist nun sicher: Die 0,5% gelten auch für Fahrräder, es gelten sogar 0%, wenn der Arbeitgeber das Fahrrad finanziert. Das ist ein bahnbrechender Erfolg für die gesamte Fahrradbranche (mehr Infos dazu hier)!

Die Geschichte und Entwicklung des Leasingmarkts macht deutlich, wie wichtig gezielte Interessensvertretung für die Fahrradwirtschaft insgesamt und ganz speziell für neue Wirtschaftszweige im Servicebereich ist. Gleichzeitg zeigt sie auch, wie erfolgreich man dabei sein kann, das gilt auch für viele andere Bereiche der Fahrradwirtschaft. Der BVZF ist überzeugt, dass es effektiver ist, professionelle Interessensvertretung nicht als Unternehmen allein zu machen, sondern im Verbund mit vielen anderen gemeinsam. Deshalb sind insgesamt 21 Unternehmen der Initiative beigetreten – und bringen das Fahrrad gemeinsam nach vorne!