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So kam es zum BVZF

Politische Interessenvertretung gehört zum Thema Dienstrad-Leasing wie Pedale an ein Fahrrad – ohne kommt man nicht voran. 2012 hat ein breites Bündnis aus Verbänden auf Initiative von Ulrich Prediger und Holger Tumat von der Firma JobRad dafür gesorgt, dass Fahrräder genauso wie Firmenwagen mit der so genannten Ein-Prozent-Regel geleast werden können.

Diese Lobby-Initiative hat den boomenden Leasingmarkt überhaupt erst möglich gemacht.

Inzwischen ist Dienstrad-Leasing ein entscheidender Wachstumsmotor der Fahrradwirtschaft. Schon heute sorgt es für etwa zehn Prozent des Umsatzes im deutschen Fahrradhandel und das mit nur etwa drei Prozent der verkauften Stückzahlen. Bedenkt man, dass Leasing im Kfz-Bereich über 50 Prozent der verkauften Stückzahlen ausmacht, wird deutlich, welche Wachstumschancen im Dienstrad-Leasing stecken.

Erfolgsstationen des Dienstrad-Leasings
Für die Erfolgsstory des Dienstrad-Leasings war politische Interessenvertretung immer wieder nötig.

Zwei Beispiele
1. Im Mai 2017 wurde der Restwert von Diensträdern neu festgelegt, 40 Prozent nach 36 Monaten Leasing statt zuvor 10 Prozent. Die Änderung hat von einem Tag auf den anderen dafür gesorgt, dass Nutzerinnen und Nutzern bei der Übernahme eines Dienstrads einen erheblichen geldwerten Vorteil versteuern mussten. Das hätte faktisch das Ende des Modells in der heutigen Form bedeutet.

In einem spontanen Zusammenschluss der Leasingunternehmen unter dem Dach des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) wurde eine Lösung erarbeitet: Dienstrad-Anbieter können demnach als zuwendende Dritte die Versteuerung des geldwerten Vorteils an Stelle der Nutzerinnen und Nutzer übernehmen (nach § 37b Einkommenssteuergesetz).

2. Die Bundesregierung fördert E-Autos und Hybride, indem sie die Ein-Prozent-Regel auf 0,5-Prozent reduziert, die Besteuerung des geldwerten Vorteils für die private Nutzung wurde halbiert. Zunächst waren Fahrräder von dieser Begünstigung ausgeschlossen. Nach vielen Dutzenden Gesprächen ist nun sicher: Die 0,5-Prozent-Regel gilt auch für Fahrräder, es gilt sogar Null Prozent, wenn der Arbeitgeber das Fahrrad finanziert. Das ist ein bahnbrechender Erfolg für die gesamte Fahrradbranche. Detailierte Infos dazu auf der Webseite von JobRad

Politische Interessenvertretung mit vielen Stimmen

Die Geschichte und Entwicklung des Leasingmarkts macht deutlich, wie wichtig gezielte Interessenvertretung für die Fahrradwirtschaft insgesamt und ganz speziell für neue Wirtschaftszweige im Servicebereich ist.

Gleichzeitig zeigt sie auch, wie erfolgreich man dabei sein kann. Der BVZF ist überzeugt, dass es effektiver ist, professionelle Interessenvertretung nicht als Unternehmen alleine zu machen, sondern im Verbund mit vielen Partnern gemeinsam. Deshalb sind inzwischen 27 Unternehmen dem neuen Bundesverband Zukunft Fahrrad (BVZF) beigetreten – und bringen das Fahrrad gemeinsam nach vorne.